Ein besonderes Highlight bildete die Vortragsreihe im UFO des LünTec. Den Auftakt machte Prof. Dr. Martin Glas vom St. Marienhospital mit seinem Vortrag Longevity – gesund älter werden. Er zeigte eindrucksvoll, welchen Einfluss Lebensstil, Prävention und medizinische Erkenntnisse auf ein gesundes und leistungsfähiges Älterwerden haben – ein Thema, das vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auch für Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Anschließend informierten Dr. med. Lars Heining und Dr. med. univ. Volkan Kösek von den Knappschaft Kliniken Westfalen|Standort Lünen, über aktuelle Entwicklungen beim Lungenkrebsscreening und den Einsatz robotischer Navigation in der Diagnostik. Den Abschluss gestaltete Dr. Donat Roman vom St. Marienhospital, der neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Brustkrebsprävention vorstellte und praxisnahe Möglichkeiten einer wirksamen Gesundheitsvorsorge aufzeigte. Die Vorträge lieferten fundierte Impulse für die betriebliche Gesundheitsförderung und boten zahlreiche Anknüpfungspunkte für den persönlichen Austausch.
Ergänzt wurde das Vortragsprogramm durch zahlreiche Praxisangebote, die Gesundheit erlebbar machten. Das St. Marienhospital Lünen und die Klinik für Akut- und Notfallmedizin vermittelten beim Reanimationstraining an Übungspuppen lebensrettende Maßnahmen für den Ernstfall. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, ihre Kenntnisse aufzufrischen und mehr Sicherheit für Notfallsituationen im beruflichen und privaten Umfeld zu gewinnen.
Wie moderne Medizintechnik heute arbeitet, konnten die Besucherinnen und Besucher am Laparoskopie-Simulator der Knappschaft Kliniken Westfalen selbst erleben. Der Simulator vermittelte anschaulich, welche Präzision minimalinvasive Operationsverfahren erfordern und welche technologischen Möglichkeiten die Medizin inzwischen bietet.
Dass Gesundheit und Sicherheit untrennbar miteinander verbunden sind, zeigte die Kreisverkehrswacht Unna e. V. Mit verschiedenen Simulatoren konnten die Teilnehmenden ihr Reaktionsvermögen testen und kritische Verkehrssituationen realitätsnah erleben. Besonders der Überschlagssimulator regte zum Austausch über Verkehrssicherheit und Prävention im Arbeitsalltag an.
Welche Auswirkungen ergonomische Arbeitsplätze auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden haben, demonstrierte die OCC Office Competence Center GmbH. Interessierte konnten unterschiedliche Arbeitsplatzlösungen ausprobieren und sich individuell zu einer gesundheitsgerechten Gestaltung von Büroarbeitsplätzen beraten lassen.
Am Stand des Forum Gesundheit NRW standen Betriebliche Gesundheitsförderung und Betriebliches Gesundheitsmanagement im Mittelpunkt. Die Besucherinnen und Besucher erhielten Anregungen, wie Gesundheitsangebote langfristig in Unternehmen verankert werden können. Ergänzend boten Gehmeditationen die Möglichkeit, Achtsamkeit und Stressreduktion unmittelbar selbst zu erleben.
Die Kanne Brottrunk GmbH informierte über den Zusammenhang von Ernährung, Fermentation und Wohlbefinden. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, den Brottrunk zu probieren und sich über den Beitrag einer bewussten Ernährung zur Gesundheitsvorsorge auszutauschen.
Praktische Gesundheitschecks ergänzten das Angebot: Die IKK classic bot Tests zu Reaktionsfähigkeit, Herz-Kreislauf-Gesundheit und Ernährung an. Darüber hinaus konnten Interessierte beim DRK Lünen ihre Blutdruck- und Blutzuckerwerte unkompliziert vor Ort überprüfen lassen.
Mit Informationen zu Hygiene und Hitzeschutz griff das Gesundheitsamt des Kreises Unna zwei Themen auf, die angesichts zunehmender Hitzeperioden auch für Unternehmen immer wichtiger werden. Im Mittelpunkt standen konkrete Maßnahmen, mit denen Betriebe ihre Beschäftigten schützen und gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen schaffen können.
Der Gesundheitstag 2026 zeigte eindrucksvoll, dass Betriebliche Gesundheitsförderung weit mehr ist als einzelne Maßnahmen. Die Verbindung aus wissenschaftlich fundierten Fachvorträgen, praxisnahen Angeboten und persönlichem Austausch machte deutlich, wie Unternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden stärken und damit zugleich Motivation, Leistungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit nachhaltig fördern können.
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